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Die Kelten
 



©Sven Teschke



Das rechte Bild ist ein Relief von einem Grabmonument:
Porträt einer Keltin mit Schmuck und der damals üblichen Kopfbedeckung.
An der Außenwand der Kirche in Lendorf in Klagenfurt, Kärnten.


 



Foto:©Johann Jaritz

Mit Ende der Hallstattzeit, die in unserem Gebiet von einem unbekannten Volk getragen wurden, begann ca. 400 v. Chr. die keltische Besiedlung in der La-Tène-Zeit *(benannt nach dem Fundort La-Tène am Neuenburger See in der Westschweiz).
Sie dauerte bis zur Eroberung unseres Gebietes durch die Römer, also bis wenige Jahre vor Christi Geburt. Mit der Hallstattzeit endete die sogenannte ältere Eisenzeit.
Die antiken Quellen liefern über die Religion der Kelten unterschiedliche und ungenaue Angaben. Bekannt ist, dass die adeligen Druiden als Priester die Unsterblichkeit der Seele und die Seelenwanderung lehrten.




Bild: Feldbuch der Wundartzney 1517


In diesem Zusammenhang muss man auch den gar nicht seltenen Brauch der "Trepanation" sehen, also der chirurgischen Anbohrung menschlicher Schädel. Aus Körpergräbern, die in Guntramsdorf gefunden wurden, stammt ein Schädel, der mit einem Zirkeltrepans geöffnet worden war. Möglicherweise sollte der Eingriff den Patienten von unerträglichen Kopfschmerzen befreien. Sicher ist, dass er die Operation überstanden hat,
da die Knochenränder verheilt sind.
Obwohl die keltische Besiedlung in unserem Gebiet 400 Jahre gedauert hat, sind nicht allzu viele Funde bekannt.




*Die La-Tène-Zeit (5.–1. Jahrhundert v. Chr.) ist eine Epoche der jüngeren vorrömischen Eisenzeit in weiten Teilen Mitteleuropas. Die zugehörige La-Tène-Kultur war von mediterranen (griechischen, etruskischen und römischen) Einflüssen geprägt. Namengebender Ort ist La Tène am Neuenburgersee in der Schweiz. Die La-Tène-Kultur entwickelte sich unter mediterranem Einfluss zu Beginn des 5. Jhd v. Chr. aus der nordwestalpinen Hallstattkultur zu einer eigenständigen Kunst- und Kulturform.
Sie war etwa zwischen 480 v. Chr. und 40 v. Chr. in Frankreich, der nordalpinen Schweiz, Süddeutschland bis zu den Mittelgebirgen, Österreich, der Tschechischen Republik und Teilen Ungarns verbreitet. Typische Gegenstände der La-Tène-Kultur, besonders aus Metall und Nachahmungen wurden vielfach auch in Norddeutschland, Polen, Skandinavien, Großbritannien und bis auf den Balkan gefunden. Sie sind für die Chronologie der Eisenzeit in diesen Regionen wichtig. Deshalb wird auch dort teilweise von La-Tène-Zeit gesprochen, obwohl die La-Tène-Kultur nicht bis in diese Regionen reichte. Träger der La-Tène-Kultur sind die seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. in griechischen, später auch in römischen Quellen genannten Kelten.

Zu den Besonderheiten der Kultur gehört Schmuck aus Glas wie Glasarmringe, Fingerringe und Ringperlen.