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Bronzezeit

Nachdem man, auf die Jungsteinzeit folgend, das Kupfer als frühestes Gebrauchsmetall kennengelernt hatte - auch auf dem Jennyberg wurden entsprechende Funde gemacht - entdeckte man das Wesen der Metalllegierungen. Zum Beispiel aus Kupfer und Zinn. Aus der nun einsetzenden frühen Bronzezeit hingegen, in der unter anderem auch die Sitte der Bestattung unter Hügelgräbern üblich wurde,
ist mit einem Henkelgefäß und einer Schüssel aus der Schöffelvorstadt vertreten.
Der interessanteste Fund aus dieser Zeit sind die beiden Arm-Schmuckspiralen, die 1973 bei Bauarbeiten in der Technikerstraße gefunden wurden. Sie werden auf etwa 1400 v. Chr. datiert. Eine davon wiegt 820g und befindet sich im Bezirksmuseum.

 
Späte Bronzezeit

In dieser Periode, etwa vom 12. bis 8. Jh. v. Chr., hatte die Sitte der Brandbestattung immer mehr um sich gegriffen, weshalb man sie
auch "Urnenfelder-Kultur" nennt. Diese Sitte wird als sichtbarer Ausdruck eines Wandels geistig-religiöser Vorstellungen gedeutet. Neben dörflichen Freilandsiedlungen entstanden vermehrt oft auf Höhen gelegene Befestigungen, die vielleicht Zentralorte gewesen sind.
Eine größere Zahl von Wehranlagen, zahlreiche Waffenbeigaben in Gräbern und Verwahrfunde lassen auf eine unruhige, kriegerische
Epoche schließen.

Mitunter finden sich für diesen Zeitraum bzw. Teile davon auch die Bezeichnungen "Jungbronzezeit," "Endbronzezeit" oder "Urnenfelderzeit," die allgemein jedoch weniger gebräuchlich sind. Die Späte Bronzezeit unterscheidet sich von der vorangegangenen Mittleren Bronzezeit durch eine Veränderung der Grab- und Beigabensitten, sowie durch Änderungen in den Siedlungsstrukturen und einen Wandel im Formenschatz von Waffen, Werkzeugen und Keramik. Zuerst vereinzelt, dann immer häufiger treten Eisengegenstände auf: Schmuckstücke, Messer, aber auch Lanzenspitzen und Beile. Im Lauf des 8. Jahrhunderts fließender Übergang zur Hallstattkultur.